Die verschiedenen Klingengrößen beim Cuttermesser

Klingengroeßen bei Cuttermesser

Die Auswahl geeigneter Klingen für ein Cuttermesser ist komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint. Beim Einsatz des Cuttermessers ist die Beschaffenheit der Klingen entscheidend. Nur wenn die Klinge extrem scharf ist und lange scharf bleibt, lassen sich Teppiche, Folien, Kartons, etc. mit minimalem Kraftaufwand schneiden.

Klingeneigenschaften sind wichtiger als Griffeigenschaften

Nicht nur viele Kunden, sondern auch die Hersteller von Cuttermessern achten mehr auf die Griffeigenschaften als auf die Beschaffenheit der Klingen. Dies liegt unter anderem daran, dass diese auch für Laien sichtbar und verständlich sind. Es leuchtet ein, dass ein Messergriff aus Metall stabiler als ein Kunststoffgriff ist. Der Schliffwinkel von Cuttermesserklingen dagegen ist für das bloße Auge nicht sichtbar. Der Schliffwinkel beeinflusst die Schnittfähigkeit des Messers.

Kriterien für die Auswahl von Cuttermesser-Klingen

Wichtige Faktoren, die beim Kauf von Klingen für ein Cuttermesser berücksichtigt werden müssen, sind:

  • Wie schneidet die betreffende Klinge?
  • Was kann die Abbrechklinge schneiden?
  • Welche Materialien sollen geschnitten werden?
  • Welches Ergebnis wird angestrebt?
  • Aus welchem Werkstoff sind die Klingen gefertigt?

Schärfe

Je präziser und sauberer der Schnitt aussehen soll, desto schärfer muss die verwendete Abbrechklinge sein. Folien sind überwiegend dünn. Beim Schneiden ist kaum Krafteinsatz nötig. Deshalb dürfen auch die Klingen dünn sein. Zum Schneiden von Förderbändern aus Gummi dagegen ist hoher Krafteinsatz notwendig. Bei den entstehenden Verkantungs- beziehungsweise Seitenkräften darf die Klinge auf keinen Fall brechen. Klingen für diese Arbeiten müssen mindestens eine Dicke von 2 Millimetern besitzen. Cuttermesserklingen werden in den Stärken 0,5 mm (Standard), 0,6 mm (Tapeziermesser) bis zu 1 mm angeboten.

Qualität

Abbrechklingen unterscheiden sich nicht nur durch die Masse, Stärke und Form. Größe Unterschiede gibt es bei der Qualität. Sie werden aus C-Stahl und aus rostfreiem Stahl angeboten. Der Werkstoff, aus welchem die Cuttermesserklingen gefertigt sind, beeinflusst sowohl die Härte als auch die Schärfe. Cutterklingen können zudem aus Keramik gefertigt sein. Sie brechen viel leichter als Stahlklingen. Damit sie für die gleichen Schneidearbeiten wie Stahlklingen einsetzbar sind, sind sie meistens bis zu 20 Prozent dicker.

Schliff

Der Schliff verleiht einer Cuttermesser-Klinge ihre Schärfe.

Je nach geplantem Verwendungszweck muss die Klinge entweder eine sehr hohe Anfangsschärfe besitzen oder die sie muss lange konstant bleiben.

Eine hohe Anfangsschärfe müssen Abbrechklingen zum Schneiden weicher Materialien, beispielsweise Folien, besitzen. Sollen stärkere Materialien, beispielsweise Karton mit dem geschnitten werden, muss die Klinge lange Zeit scharf bleiben. Anders als Messerklingen werden

Kein Nachschleifen

Abbrechklingen nie nachgeschliffen. Ist die Klinge nicht mehr scharf genug, wird sie abgebrochen und eine neue Klinge benutzt.

Haltbarkeit von Abbrechklingen

Innovative Beschichtungsverfahren erhöhen die Haltbarkeit von Klingen für das Cuttermesser deutlich. Beim Kauf ist deshalb auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu beachten. Durch Wolframbeschichtungen lässt sich die Standzeit der Klingen deutlich verlängern. TiN-Beschichtungen bieten beim Schneiden von harten Materialien nahezu überhaupt keine Vorteile. Generell kann eine Titannitridbeschichtung (TIN) durch eine Erhöhung der Klingenhärte die Standdauer nahezu verdoppeln. Besonders wichtig für Cutterklingen ist der Anteil an Kohlenstoff. Er sollte mindestens 1,25% betragen. Weiterhin gilt die Regel: Je hochwertiger der Stahl, um so schärfer ist die Cutterklinge. Die Chromanteile sollten möglichst gering sein.